Stadtteilspaziergang im Mainviertel mit OB-Kandidatin Kerstin Westphal

Den Auftakt des Stadtteilspaziergangs am 16.11.2019 bildete der Schottenanger. Stadträtin Gisela Pfannes erläuterte die bereits begonnene Erneuerung des Platzes. Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit ihr, OB-Kandidatin Kerstin Westphal und den Stadtratskandidaten Bernd Hartmann, Matthias Zöller und André Fleck. Im Mittelpunkt standen die Gestaltung des Platzes und die Anordnung der PKW-Stellplätze.

Das privat gestiftete Denkmal des Pfeifers von Niklashausen, Anwalt der kleinen Leute, der 1476 auf dem Schottenanger auf Anordnung des Würzburger Fürstbischofs auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, würdigte Stadträtin Gisela Pfannes als mahnende Erinnerung.

Hervorgehoben wurde von Seiten der SPD Zellerau-Mainviertel die positive Entwicklung des oberen Mainviertels mit der bereits eröffneten neuen Umweltstation der Stadt Würzburg, dem offen gestalteten Zugang zu Zeller Tor und Landesgartenschau-Gelände sowie dem kurz vor der Eröffnung stehenden neuen Nautiland-Bad.

Nach einem kurzen Halt am ehemaligen Wirtshaus „Wilder Mann“ in der Zeller Straße 33, Treffpunkt der Gewerkschafter nach 1933, dem „Dreimädleshaus“, dem die 1999 verstorbene langjährige Stadträtin und Landtagsabgeordnete Gerda Laufer (Vey) entstammte, schloss sich als nächster Treffpunkt der Einmündungsbereich Zeller/Dreikronen-/Burkarderstraße an.

Hier stand die Diskussion um die hohe Verkehrsbelastung, den Vorschlag einer Einbahnstraßenregelung für die Zeller Straße sowie eine notwendige und von der SPD geforderte Verbesserung der Radwege im Mittelpunkt. Stadtratskandidat Matthias Zöller, Mitglied des Radverkehrsbeirats der Stadt Würzburg, erläuterte die Verbesserungsbedarfe an der Radwegeführung sowohl im Bereich Zeller/Burkarder/Dreikronenstraße als auch entlang des Mains zwischen Friedens- und Löwenbrücke.

Daran anschließend informierte Martha Schubert-Schmidt von der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens e.V. (VKU) im Spitäle über die Geschichte der VKU, die schwierigen Anfangsjahre der Vereinigung, die aktuellen Aktivitäten der VKU und diskutierte mit OB-Kandidatin Kerstin Westphal und Stadträtin Gisela Pfannes über die Stadtpolitik aus Sicht der Kunstschaffenden. Die SPD Zellerau-Mainviertel gratulierte der VKU herzlich zum 100jährigen Bestehen und bedankte sich für das umfangreiche Engagement.

Letzte Station und zugleich gemütlicher Ausklang des Stadtteilspaziergangs war im historischen Saal im Haus der Fischerzunft. Obermeister Franz Gugel informierte über die mehr als 1000jährige Geschichte der Fischerzunft sowie über die umfangreichen Aufgaben, die die Fischerzunft heute erfüllt. Auch eine Besichtigung der historischen Ausstellung im Untergeschoss des Hauses war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich.

Paketboten-Schutz-Gesetz: Das haben wir erreicht

Der Onlinehandel wächst. Immer mehr Menschen bestellen Waren online und lassen sich ihre Bestellungen direkt nach Hause schicken. Die Paketbranche boomt. Einen Teil ihrer Aufträge vergeben die Paketdienstleister an Subunternehmer.

Manche Subunternehmer bezahlen keine Sozialabgaben, unterschreiten den Mindestlohn und betrügen bei der Arbeitszeit. Der Zoll hat das aufgedeckt. Razzien haben große Missstände in Teilen der Branche offenbart: Schwarzgeldzahlung, Sozialleistungs- und Sozialversicherungsbetrug.

Die Union wollte nur die Paketboten auf der letzten Meile, also diejenigen, die an unserer Haustüre klopfen, schützen. Die SPD hat dagegen durchgesetzt, dass die ganze Lieferkette betrachtet werden muss. Wenn ein Paket auf die Reise geht, arbeiten viele daran mit, nicht nur die Zusteller an der Haustüre.

Nun sorgt die Bundesregierung mit der sogenannten Nachunternehmerhaftung, die bereits in der Fleischwirtschaft und im Bau wirkt, für bessere Rahmenbedingungen in der Paketbranche. Damit werden große Paketdienste verpflichtet, für nicht gezahlte Sozialabgaben ihrer Subunternehmer aufzukommen.

Dies sorgt dafür, dass der Boom in der Paketbranche nicht zu Lasten der Beschäftigten geht. Und auch nicht zu Lasten der Unternehmen, die sich korrekt verhalten.

Das Gesetz stellt nicht nur die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge sicher, sondern auch einen faireren Wettbewerb.

Noch vor dem Weihnachtsgeschäft werden so große Paketdienstleister dafür einstehen müssen, dass die von ihnen beauftragten Subunternehmen arbeitsrechtliche und soziale Standards einhalten. Das hat die SPD in der Bundesregierung erreicht.