Olaf Scholz will mit Grünen und FDP eine Fortschrittsregierung schmieden.

Mit dem Wahlergebnis vom 26. September haben die Bürgerinnen und Bürger nach Überzeugung von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auch eine klare Erwartungshaltung an die Politik deutlich gemacht. Denn SPD, Grüne und FDP haben, zum Teil deutlich, hinzugewonnen, alle anderen haben viele Stimmen verloren.

„Die drei Parteien der Ampel verbindet die Idee des Fortschritts“, beschreibt Scholz im Interview mit dem Spiegel die Gemeinsamkeit. Zweifellos gebe es zwar unterschiedliche, aber auch „durchaus überschneidende Vorstellungen davon“.

So habe die Fortschrittsidee der SPD viel mit Respekt, der industriellen Modernisierung und mit dem Kampf gegen den Klimawandel zu tun. Vor allem letzteres spiele auch bei den Grünen „eine herausgehobene Rolle“. „Und der FDP geht es viel um die technologische Modernisierung und um Bürgerrechte.“ Vor diesem Hintergrund zeigt er sich „optimistisch, dass eine Ampelkoalition gelingen kann“.

Mit Blick auf die eigenen Schwerpunkte betont Scholz, dass Respekt in der Gesellschaft wieder eine große Rolle spielen müsse, Anerkennung für jeden beruflichen Weg und jede Lebensleistung. „Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der wir uns bei ganz unterschiedlichen Berufen, Lebensstilen und Wohnorten auf Augenhöhe begegnen. Wo niemand auf den anderen herabblickt.“

Fortschrittliche Parteien müssten etwa dafür sorgen, dass auch Kinder aus armen Elternhäusern studieren können, gleichzeitig aber die Leistung einer Handwerkerin, des Lebensmittelverkäufers, der Paketbotin oder des Altenpflegers ebenso wertschätzen. Arbeit, „die genauso viel wert ist wie die Arbeit von jemandem, der wie ich Jura studiert hat und als Rechtsanwalt tätig war“.

Nachhaltiges Bauen und bezahlbares Wohnen in der Zellerau

Eine Delegation der Zellerauer SPD mit Stadtrat Udo Feldinger sowie interessierte Bürger*innen fanden sich am 16.09.2021 an der Einmündung der Max-Planck-Straße in die Frankfurter Straße ein um sich über die zwei neuen Holz-Hybrid-Häuser der Stadtbau Würzburg GmbH zu informieren.

Geschäftsführer Hans Sartoris und der für Entwicklung zuständige Bereichsleiter Matthias Schubert von der Stadtbau Würzburg GmbH erläuterten das gesamte Projekt und standen für Fragen und eine ausführliche Diskussion zur Verfügung.

Geschäftsführer Hans Sartoris (re.) und der für Entwicklung zuständige Bereichsleiter Matthias Schubert (li.) von der Stadtbau Würzburg GmbH

Sie stellten die zwei im Kern aus Beton sowie den Wandelementen und Fassaden aus Holz gebauten Häuser an der Frankfurter Straße 74 und 76 als Beispiel nachhaltigen Bauens und aufgrund der CO2-Bilanz unter Einbeziehung von Holz als CO2-Speicher als aktiven Klimaschutz vor. Durch die modulare Bauweise konnte die Bauzeit erheblich verkürzt und damit nicht nur Zeit sondern auch Kosten eingespart werden. Die zwei zuvor hier stehenden Gewerbepavillons wurden im Januar 2020 abgerissen. Im Juni 2021 zogen bereits die ersten Mieter*innen in die neuen Häuser ein.

Die 24 Wohnungen, je acht 4-, 3- und 1,5-Zimmer-Wohnungen, sind barrierefrei, mit Fernwärme beheizt und mit Balkon oder Terrasse ausgestattet. Um die Gebäude gibt es viel Grün. Die gesamten Innenhöfe der bestehenden Wohngebäude entlang beider Seiten der Max-Planck-Straße wurden in diesem Zuge neugestaltet, ebenfalls mit viel Grün, eine deutliche Verbesserung der Wohnqualität.

Alle Wohnungen sind zu 100% gefördert. Die Mieten liegen für Anspruchsberechtigte einkommensorientiert je nach Förderklasse EOF 1 bis 3 zwischen 5 Euro und 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Die Zellerauer SPD hob dies positiv hervor und betonte, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, vor allem für Familien mit Kindern, für die SPD absolut vordringlich ist.

In der Diskussion wurden auch die weiteren Vorhaben der Stadtbau Würzburg GmbH in der Zellerau angesprochen. Hans Sartoris führte aus, dass nach der Modernisierung der schräg gegenüber an der Frankfurter und Neidertstraße liegenden Wohngebäude und eines Gebäudes in der Sedanstraße das Augenmerk vor allem auf dem Gebäudebestand liegen wird. Bei einem gemütlichen Ausklang in der Gaststätte „Zur Zeller Au“ wurden die Gespräche fortgesetzt.

Mehr Wohnungen, bezahlbar und sozial
In der Bundesregierung hat die SPD den Wohnungsbau in den letzten Jahren mit massiven staatlichen Investitionen energisch vorangetrieben. Die Zielsetzung ist klar: mehr bezahlbarer Wohnraum. 400.000 neugebaute Wohnungen pro Jahr. 100.000 davon öffentlich gefördert als Sozialwohnungen. Das wirkt dauerhaft am besten gegen steigende Mieten.

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