Der KulturPass

200 Euro für 18-Jährige

Alle Jugendlichen, die in Deutschland leben, ob sie den deutschen Pass haben oder nicht, und im Jahr 2023 18 Jahre alt werden, erhalten ein besonderes Geschenk: den KulturPass.

Zwei Jahre lang konnten junge Menschen durch Corona keine Live-Kultur erleben. Auch die Kulturbranche hat die Pandemie besonders hart getroffen. Für junge Menschen soll die Vielfalt von Kunst und Kultur in Deutschland wieder erlebbar werden. Junge Menschen an die Kultur heranführen, ihnen dabei aber die Wahl lassen. Das ist das Ziel aus sozialdemokratischer Sicht.

Der KulturPass ist als App oder Website verfügbar:

kulturpass.de

Auf diesem virtuellen Marktplatz kann das Guthaben eingelöst werden. Dort stehen 200 Euro Startkapital zur Verfügung. Das Guthaben kann über einen Zeitraum von zwei Jahren ausgegeben werden.

Um das Guthaben nutzen zu können, muss man sich über die Online-Ausweis-Funktion des Personalausweises identifizieren, damit sind deutsche Personalausweise seit Juli 2017 automatisch ausgestattet. Für EU-Bürger geht das über eine eID-Karte. Menschen ohne EU-Pass benötigen einen elektronischen Aufenthaltstitel (eAT).

Die Tickets für das gewünschte Angebot oder die ausgewählten Artikel können die Pass-Besitzer auf der Webseite oder per App reservieren. Zum Abholen oder Einlösen vor Ort, beispielsweise in einem Kino, einer Buchhandlung oder in einem Museum, bekommen sie einen digitalen Abholcode. Die Auswahl ist nicht geografisch beschränkt, Interessierte können aber ihre Suche an den Standort anpassen.

Auf der Plattform können sich Kulturanbieter einen „Shop“ einrichten und dort beispielsweise Konzerte, Theater- und Kinovorstellungen anbieten. Auch Eintrittskarten für Museen, Ausstellungen oder Parks sowie Bücher, Tonträger oder Noten gehören zum Angebot. Große Verkaufsplattformen, Streamingdienste und Online-Versandhändler sind ausgeschlossen.

Deutsch-französischer Freundschaftspass

Zur Feier des 60. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages spendierten Deutschland und Frankreich jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 27 Jahren insgesamt 60.000 kostenfreie Bahntickets, um für einen Monat im zweiten Halbjahr 2023 im Nachbarland die Züge des Nah- und Fernverkehrs an sieben frei wählbaren Tagen nutzen zu können.

Ein toller Erfolg. Die 30.000 deutschen Bahntickets sind bereits alle abgerufen, alle Pässe wurden verteilt.

deutsch-franzoesischer-freundschaftspass.de

Zellerauer SPD besucht Quartiersmanagement Zellerau

Am 15. Juni besuchte eine Delegation des Vorstands der Zellerauer SPD das Quartiersmanagement Zellerau in der Frankfurter Straße 62a.

Quartiersmanagerin Carolin Stöcker (Zweite von links) stellte ihre Arbeit vor, von der Beratung und Hilfestellung über Angebote und Veranstaltungen bis hin zur Herausgabe des Magazins „Zellerauer“ und des Faltblatts „Zellerauer Wegweiser“ sowie der Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat der Stadt und den Quartiersmanagern anderer Würzburger Stadtteile.

Die Entwicklung der Zellerau, Fragen der Integration sowie Anforderungen und Themen des sozialen Zusammenlebens bis hin zu Räumlichkeiten im Stadtteil für Initiativen, Gruppen und Vereine besprachen die Zellerauer SPDler*innen ausführlich mit Carolin Stöcker.

Das Quartiersmanagement resultiert aus dem Projekt „Soziale Stadt“, das 1999 von der SPD-geführten Bundesre­gierung im Rahmen der Städtebauförderung eingeführt wurde und eine soziale Stadtentwicklung mit mehr Wohn- und Lebensqualität fördert.

2007 wurde die Zellerau in dieses Programm aufgenommen und mit einer breit angelegten Bürgerbeteiligung von einem Quartiersmanagement mit Büro in der Zellerau vorangetrieben. Die umgesetzten Maßnahmen haben das Gesicht der Zellerau verändert und die Ent­wicklung des Stadtteils vorangebracht.

2017 endete das Projekt „Soziale Stadt Zellerau“. Seit 2018 wird das Quartiersmanagement von der Stadt mit einer Teilzeitstelle fortgeführt.

Das Quartiersmanagement ist nach Projektende mit seinem Quartiersraum von der Friedrichstraße (Ecke Hartmannstraße) in die Frankfurter Straße umgezogen. Mittelfristig ist ein weiterer Umzug in das derzeit im Ausbau befindliche Sozialzentrum in der Sedanstraße 11/13 vorgesehen.

Infos unter: quartiersmanagement-zellerau

160 Jahre SPD

Am 23. Mai feierte die SPD ihr 160jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung prägt die SPD Deutschland, wie keine andere Partei: im Widerstand und in der Opposition, vor allem aber in Regierungsverantwortung.

Am 23. Mai 1863 wurde in Leipzig, wo schon 15 Jahre zuvor die „Arbeiterverbrüderung“ ihren Sitz hatte, von Delegierten aus elf Städten der „Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV)“ als deutschlandweiter Zusammenschluss aller Arbeitervereine gegründet: Die Geburtsstunde der Sozialdemokratie.

Treibende Kräfte hinter der Initiative waren der Schuhmachermeister Julius Vahlteich und der Zigarrenarbeiter Friedrich Wilhelm Fritsche. Sie hatten Ferdinand Lassalle für ihre Idee gewonnen, Lassalle war ein Journalist und ein glänzender Redner, er beschwor die historische Mission der Arbeiterbewegung. Der ADAV war zentralistisch organisiert.

Der Drechslergeselle August Bebel setzte sich für das Ziel einer demokratisch organisierten Arbeiterpartei für ganz Deutschland ein. Gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht, gelernter Zimmermann und Büchsenmacher sowie Philologe und Lehrer, lud August Bebel zu deren Gründung nach Eisenach ein. Hier wurde am 8. August 1869 die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP)“ gegründet. Sie gab sich eine Satzung, die auf Mitsprache aller Mitglieder setzte.

1875 vereinigten sich SDAP und ADAV zur „Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP)“. Unter dem Bismarck´schen Sozialistengesetz, dem „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“, war die Partei von 1878 bis 1890 faktisch verboten. 1890 benannte sich die Partei um in „Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)“, bis heute unverändert orientiert an den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Mehr Informationen unter
spd.de/160-jahre