Aktionsbündnis Nautiland löst sich auf

Das „Aktionsbündnis für den Erhalt von Nautiland-Bad und Eisbahn“ hat sich am 11.02.2020 aufgelöst

Über 13 Jahre, die zuerst vom Engagement gegen die Schließung des Bades, anschließend über viele Jahre vom Engagement für die Sanierung des Bades am Standort am Nigglweg und das Einbringen der Interessen und Bedürfnisse der Vereine und Nutzergruppen in die Planungen sowie in den letzten Jahren von der  Vorbereitung auf die Bauzeit mit der Ausweichplanung für den Schwimmsport und die Sicherstellung des Eis- und Rollsports geprägt waren.

Für das 1973 errichtete Zellerauer Bad, das 1990 zum „Nautiland-Bad“ ausgebaut wurde, war nach vielen Jahren Nutzung eine Sanierung und technische Modernisierung notwendig geworden.

Am 22.11.2002 brachte Oberbürgermeisterin Pia Beckmann überraschend einen Antrag über die Schließung des Bades in den Würzburger Stadtrat ein. Allerdings folgten nur 17 Stadträte (aus den Fraktionen CSU, WL, FDP, ÖDP und Bürgerforum) der Oberbürgermeisterin, gegen die Schließung votierten 32 Stadträte. Die Schließung des Bades war (erst mal) verhindert.

Dies lag sicherlich auch am öffentlichen Proteststurm, der losbrach und an den 14.000 durch die betroffenen Vereine (Interessengemeinschaft Nautiland/Eisbahn) gesammelten Unter-schriften gegen die Schließung des Bades, die zuvor im Rathaus übergeben wurden.

Nach über 3 Jahren Diskussion über Defizit, Sanierungsbedarf und Rückbau kam 2006 erneut eine Schließung des Bades in die politische Diskussion. Am 01.09.2006 lud der SPD-Ortsverein Zellerau-Mainviertel Vertreter der betroffenen Vereine sowie Bürger*innen, die mithelfen wollten das Nautiland-Bad und die Eisbahn zu erhalten, zu einem Bürgergespräch ein. In diesem Kreis bestand sehr schnell Einigkeit, sich gemeinsam für den Erhalt einzusetzen. Bereits am 15.09.2006 fand ein zweites Treffen statt, in dessen Rahmen das Aktionsbündnis gegründet und sein Name festgelegt wurde.

Gründungsmitglieder waren neben dem SPD-Ortsverein Zellerau-Mainviertel und dem CSU-Ortsverband Zellerau die DJK-Schwimmabteilung, die Vereine ESV, TSG, WERV sowie die Seniorenwassergymnastikgruppe im Nautiland, die Wasserwacht und viele engagierte Nutzer*innen von Bad und Eisbahn. Unterstützt wurde die Gründung von den Vereinen WFV, SV09 und NFZ. Zum Sprecher des Aktionsbündnisses wurde Klaus Friedrich gewählt.

Im Oktober 2006 wurde die erste Auflage des Flyers „Für den dauerhaften Erhalt unseres Familienbades Nautiland und der Eisbahn für alle Bürger“, der alle wesentlichen Argumente enthielt, gedruckt und in der Folgezeit bei vielen Aktionen, Gesprächsterminen und Anlässen verteilt. Bereits am 27.10.2006 führte das Aktionsbündnis eine Diskussionsveranstaltung mit Vertretern der sieben im Würzburger Stadtrat vertretenen Fraktionen durch, um bei den Würzburger Stadträten für den Erhalt und die Sanierung des Bades am Standort zu werben.

Eine Arbeitsgruppe im Aktionsbündnis erarbeitete ein Forderungskonzept, das die Anforderungen der Vereine und Nutzergruppen an die Ausgestaltung von Bad und Eisbahn beinhaltete. Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2008 führte das Aktionsbündnis am 16.11.2007 unter dem Titel „Nautiland/Eisbahn vor den Wahlen kein Thema – danach geschlossen?“ eine Podiumsdiskussion mit den Kandidat*innen zur OB-Wahl durch. Ziel war die Werbung für den Erhalt von Bad und Eisbahn.

Nach einer Phase intensiver Gespräche sowie viel Überzeugungsarbeit konnte ein großer Erfolg erzielt werden:  Am 12.11.2009 beschloss der Würzburger Stadtrat einstimmig ein Bäderkonzept für die Stadt Würzburg, das die Sanierung des Nautiland-Bades am Standort am Nigglweg beinhaltete. Damit war die wesentliche Entscheidung gefallen.

Am 06.08.2010 sowie am 27.09.2010 führte die Stadt Würzburg zwei Bürgerwerkstätten zur Sanierung des Nautiland-Bades durch. An dieser neuen Form der aktiven Beteiligung der Bürger*innen sowie vor allem der betroffenen Nutzer*innen und Vereine in einem frühen Stadium der Planung, die Oberbürgermeister Georg Rosenthal einführte, beteiligte sich das Aktionsbündnis vollzählig und brachte Anforderungen, Bedarfe und alle wesentlichen Gesichtspunkte in die Diskussionen mit den Experten, Planern und Verantwortlichen ein. Beide bis 2016 vergleichbar gerechneten Varianten, „Sanierung“ und „Ersatzneubau“, erfüllten die wesentlichen Gesichtspunkte aus den Bürgerwerkstätten 2010.

Am 21.07.2016 traf der Aufsichtsrat der Würzburger Bäder GmbH die Entscheidung für die Variante „Ersatzneubau“. Diese Entscheidung wurde eine Woche später auch von einem einstimmigen Votum des Würzburger Stadtrates unterstützt.  Das Aktionsbündnis begrüßte diese Entscheidung ausdrücklich.

Am 06.03.2017 wurde das Nautiland-Bad geschlossen. In den Jahren 2017 bis 2019 waren die Aktivitäten des Aktionsbündnisses geprägt von der Ausweichplanung für den Schwimm- und Wassersport während der Bauzeit sowie von der Sicherstellung des Eis- und Rollsports einschließlich des Sommertrainings. Am 23.11.2019 fand schließlich die Eröffnung des neuen Nautiland-Bades statt. Vertreter*innen des Aktionsbündnisses nahmen selbstverständlich teil und feierten mit.

Diese Eröffnung des Bades als Schul-, Sport- und Familienfreizeitbad am Standort am Nigglweg und mit neu gestalteter Eisbahn nebenan stellte das abschließende Ereignis für das Aktionsbündnis dar. Damit war das Ziel erreicht.

Ein großer Erfolg, der am 11.02.2020 mit einem Gläschen Sekt im neuen Nautiland-Bad gefeiert wurde. Zur Abrundung der Feier führte Jürgen Athmer, Geschäftsführer der Würzburger Bäder GmbH, durch die Wasseraufbereitungs- und Lüftungstechnik im Untergeschoss des Bades.

Zum Abschluss bedankt sich das Aktionsbündnis bei allen Unterstützer*innen, die die Zielsetzung „Erhalt von Nautiland-Bad und Eisbahn“ über viele Jahre unterstützt und sich dafür engagiert haben.

18 Vertreter*innen von Vereinen und Organisationen und engagierte Einzelpersonen mit
Jürgen Athmer bei der Auflösungsfeier am 11.02.2020 im neuen Nautiland-Bad
 



Die Zellerauer SPD besuchte die Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins und ihr Kletterzentrum in der Weißenburgstraße

Am 23.01.2020 stattete eine Delegation der Zellerauer SPD gemeinsam mit OB-Kandidatin Kerstin Westphal der Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) in der Weißenburgstraße einen „nachbarschaftlichen“ Besuch ab.

Ein Anlass neben dem Interesse an der Arbeit des DAV war das 10jährige Jubiläum des Kletterzentrums an der Weißenburgstraße, das im Herbst 2009 eröffnet wurde.


Von links nach rechts: Dr. Martin Rainer (dritter von rechts) mit Kerstin Westphal, Daniel Redelberger, Helga Jordan, Bernd Hartmann, Klaus Friedrich und Johannes Goldbach von der Zellerauer SPD.

Dr. Martin Rainer, Vorsitzender der DAV-Sektion Würzburg, stellte die vielfältigen Aktivitäten und Angebote der DAV-Sektion sowie die Geschäftsstelle in der Weißenburgstraße 59a vor.

Alle Aspekte des ehrenamtlichen Engagements und der Jugendarbeit wurden ebenso ausführlich diskutiert wie die sportlichen Trends (Stichwort Bouldern), die Anforderungen der Betriebsführung des Kletterzentrums und die öffentlichen Förder- und Zuschussmöglichkeiten.

OB-Kandidatin Kerstin Westphal und die Stadtratskandidaten Bernd Hartmann und Daniel Redelberger nutzten die Diskussion und die anschließende Führung durch das Kletterzentrum um sich ausführlich zu informieren.


Kerstin Westphal im Gespräch mit Dr. Martin Rainer und Daniel Redelberger.


OB-Kandidatin Kerstin Westphal vor Ort im Steinbachtal

Kerstin Westphal war am 29.01.2020 gemeinsam mit Stadträtin Gisela Pfannes, Stadtrat Udo Feldinger und Stadtratskandidat Bernd Hartmann zum Bürgergespräch in den „Steinbachtalbäck“ gekommen. Um zuzuhören. Um die Anliegen aufzugreifen. Um mitzunehmen. An die engagierte Diskussion in großer Runde schlossen sich in gemütlicher Atmosphäre noch eine ganze Reihe interessanter und persönlicher Gespräche an.

Viele Themen und Fragen wurden angesprochen. Vom Grün im Steinbachtal, der Wohnbebauung, der Radwegeführung, der Bebauung des Dallenbergs über die Verkehrsbelastung in der Mergentheimer Straße, das Parken, die Verkehrssicherheit an der Steinbachtalschule bis hin zum Thema Volksgarten.

l