Zellerauer SPD besucht Bildungseinrichtungen der Handwerkskammer

Am 19. Oktober besuchte die Zellerauer SPD mit einer Gruppe Interessierter, begleitet von Stadtrat Udo Feldinger und der Vorsitzenden der Würzburger SPD Freya Altenhöner, das Bildungszentrum Würzburg und das Kompetenzzentrum für Energietechnik der Handwerkskammer für Unterfranken in der Diesel- und der Daimlerstraße.

Dieser Besuch folgte auf den 45. Politischen Aschermittwoch der Zellerauer SPD im Februar 2020, in dessen Rahmen unter dem Titel „Hat das Handwerk noch ´goldenen Boden´?“ mit Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, eine sehr breite Diskussion über die Zukunft des Handwerks in Würzburg geführt wurde.

Neben der Bedeutung der zahlreichen Handwerksbetriebe stellt auch die Handwerkskammer selbst mit den genannten Bildungseinrichtungen sowie der Führungsakademie und der Service GmbH einen wichtigen Arbeitgeber in der Zellerau dar.

Oliver Pabst, Geschäftsbereichsleiter Berufsbildungseinrichtungen, Bernd Bratek, Leiter des Bildungszentrums, und Christopher Hauck, Leiter des Kompetenzzentrums für Energietechnik, stellten die Arbeit und die Angebote in der beruflichen Erstausbildung, in der Weiterbildung sowie in der Meisterausbildung vor und standen für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung.

Einen wesentlichen Teil der Informationen und der Gespräche stellten die erneuerbaren Energien, ihr Einsatz und die Aus- und Weiterbildung für ihre Installation, Bedienung, Wartung und Reparatur dar. Bernd Bratek zeigte dies auch auf dem Dach des Bildungszentrums eindrucksvoll anhand von mehreren Photovoltaik-Anlagen und einer Windkraft-Anlage.

Aber auch die Themen Wärmepumpe im Bereich Gebäude, der Einsatz von Drohnen in mehreren Einsatzgebieten wie beispielsweise für Aufnahmen mit Wärmebildkameras zur energetischen Gebäudeanalyse sowie E-Antrieb, Hybrid-Antrieb und Wasserstoff-Antrieb im Bereich Fahrzeuge wurden vorgestellt und angeregt diskutiert.

Einigkeit bestand in der Anerkennung und Wertschätzung des Handwerks und darin, bei jungen Menschen für das Erlernen eines Handwerksberufs zu werben.

Unterstützung sagte die SPD für das Anliegen der Bildungseinrichtungen zu, die ÖPNV-Anbindung zu verbessern. Bernd Bratek stellte hier vor allem die Anbindung an den Hauptbahnhof in den Vordergrund und hielt eine Zellerauer Straßenbahn-„Schleife“ über die Mainaustraße im Interesse der gesamten Zellerauer Bildungszeile von Industrie- und Handelskammer und Handwerkskammer bis hin zur Staatlichen Feuerwehrschule für wünschenswert.

Die Unterbringung der Auszubildenden stellt ebenfalls eine Herausforderung der Bildungseinrichtungen dar. Aufgrund der je nach Berufen großen Einzugsbereiche werden unterschiedliche Möglichkeiten zur Unterbringung unter der Woche wie zum Beispiel im Zellerauer Schifferkinderheim genutzt. Auch an diesem Thema sagte die SPD ihre Unterstützung zu, konkret Stadtrat Udo Feldinger in Richtung eines Auszubildenden-Wohnheims in Würzburg.

Abgerundet wurde der Besuch durch eine Besichtigung der Ausbildungswerkstatt für Spenglermeister mit ihrer Galerie der kunstvollen Meisterstücke.

Versprochen. Gehalten. 12 Euro Mindestlohn ab 1. Oktober 2022

Ab 1. Oktober 2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde.

Die Erhöhung führt zu weniger Abhängigkeit von Sozialleistungen und fördert die wirtschaftliche und soziale Teilhabe von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie ist eine Frage des Respekts voreinander in unserer Gesellschaft.

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren, auch für geringfügig Beschäftigte.

Ausgenommen vom Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn sind Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung, junge Menschen in Einstiegsqualifizierungen und Pflichtpraktika im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums (da es sich um ein Bildungs- und kein Arbeitsverhältnis handelt) sowie Praktikanten in freiwilligen Praktika, die nicht länger als 3 Monate dauern, wenn sie der Berufsorientierung dienen oder ausbildungs- oder studienbegleitend geleistet werden.

Dauert ein ausbildungs- oder studienbegleitendes Praktikum, das nicht in Ausbildungs- oder Studienordnungen vorgesehen ist, länger als 3 Monate, ist der Mindestlohn ab dem ersten Tag der Beschäftigung zu zahlen.

Langzeitarbeitslose, die seit mindestens einem Jahr bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind, haben erst 6 Monate nach Wiederaufnahme einer Tätigkeit den Anspruch auf den Mindestlohn.

Die SPD will, dass jede und jeder von seiner Arbeit gut leben kann.