Seit September wird der Kinderbonus
ausgezahlt. Die erste Teilauszahlung in Höhe von 200 Euro ist bereits bei den
Familien angekommen. Weitere 100 Euro folgen im Oktober. Insgesamt 300 Euro
erhalten Familien für jedes Kind, für das dieses Jahr in mindestens einem Monat
ein Anspruch auf Kindergeld besteht, ohne Antrag und andere Formalitäten.
Die Corona-Krise ist gerade für junge Eltern eine
große Herausforderung. Der Kinderbonus ist dafür natürlich keine Entschädigung,
aber eine Anerkennung. Der SPD ist wichtig, dass gerade Familien davon
profitieren, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Deshalb wird der
Kinderbonus nicht mit der Grundsicherung oder anderen Sozialleistungen
verrechnet.
Der Kinderbonus ist, wie die vom 1. Juli bis
Jahresende 2020 befristete Senkung der Mehrwertsteuer, Bestandteil des
sozialdemokratisch geprägten Konjunkturpakets der Bundesregierung.
Über 30 interessierte
Bürger*innen folgten der Einladung des SPD-Ortsvereins am Freitagnachmittag an
die Kreuzung Mergentheimer/Leistenstraße um über die bevorstehende Sanierung
der Leistenstraße und die Radwegeführung im Bereich der Löwenbrücke zu
diskutieren.
SPD-Stadtrat Udo
Feldinger informierte mit Zahlen über die hohe Verkehrsdichte: pro Tag 13.000
Fahrzeuge auf der Leistenstraße, 20.000 auf der Mergentheimer Straße und 22.000
auf der Löwenbrücke sowie in 12 Stunden 1.300 Radfahrer*innen im Bereich der
Löwenbrücke.
Er führte aus, dass die
aus 2015 stammende Planung zur Sanierung der Leistenstraße, die sich derzeit in
Überarbeitung unter Berücksichtigung der Radwegeförderung befindet, aktuell noch
nicht vorliegt. Die Überarbeitung der Planung beinhalte aber gegenüber 2015
mehr als zwei Bauabschnitte, verteilt über mehrere Jahre.
Für die Bürgerinitiative
„Höchberg leiser“ forderte Martin Benthe, SPD-Gemeinderat in Höchberg, eine
Steuerung des Ausweich-, Schwerlast- und Abkürzungsverkehrs durch Höchberg und
Würzburg mit intensiveren Kontrollen und einer restriktiveren
Tonnagebeschränkung. Zu diesem Punkt kooperiert die Bürgerinitiative innerhalb der
Lärmaktionsplanung mit der Marktgemeinde Höchberg.
Er betonte, dass für die Umbauphase der Leistenstraße der
Ausweichverkehr permanent gesteuert und nachgeregelt werden muss, wenn nicht
einzelne Straßen, wie vor allem der Winterleitenweg, komplett überrollt werden
sollen. Aus Sicht der Bürgerinitiative sollte das Thema zur Aufgabe beider
Verwaltungen in Würzburg und Höchberg gemacht werden, um rechtzeitig ein
gemeinsames Konzept zu erarbeiten.
Bernd Hartmann,
stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins
Zellerau-Mainviertel-Steinbachtal, führte aus, dass für die SPD bei der
bevorstehenden Sanierung der Leistenstraße die Anwohnerinteressen während der
Bauzeit, eine durchgängige Radwegeführung und der Erhalt der Baumallee im
Leistengrund im Vordergrund stehen und dass die SPD einen Fußüberweg über die
Leistenstraße zur Bushaltestelle auf Höhe des Schöllhammerwegs fordert.
Er betonte in
Übereinstimmung mit Martin Benthe und Udo Feldinger, an den Themen
Berücksichtigung der Anliegerinteressen und Verkehrsführung während der Bauzeit
gemeinsam intensiv dran zu bleiben.
Udo Feldinger erläuterte
anschließend die bereits in der Mainpost vom 22.08.2020 in einem Modell vorgestellte
Idee der Stadt für eine Radwegeführung im Bereich der Löwenbrücke. Sie stellt
den Versuch dar, den Verkehr auf zwei Ebenen konfliktfrei zu trennen und den
Radverkehr auf einem Zweirichtungsweg mit 3 Metern Breite zu führen, der
allerdings im Straßenbereich eine lichte Höhe von 4,5 Metern erfordert. Damit
würde der Radverkehr Richtung Mainviertel nicht mehr durch das Burkarder Tor,
sondern entlang der Mergentheimer Straße bis zur Burkarderstraße geführt
werden. Diese Idee sei noch nicht ausgeplant. Er forderte aber eine zeitnahe Vorlage
zur Beratung im Stadtrat um bei diesem wichtigen Thema voranzukommen.
Lore Körber-Becker vom
Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellte fest, dass gegenüber allen bisherigen
Planungen dies erstmals eine Idee sei, über die nachgedacht und die weiterverfolgt
werden sollte, auch um den Konflikt mit der Leistungsfähigkeit dieses
Kreuzungsbereiches für den KfZ-Verkehr zu lösen.
Matthias Zöller, Mitglied
des Radverkehrsbeirats der Stadt Würzburg, stimmte Lore Körber-Becker zu und forderte
die zügige Umsetzung des Radverkehrskonzeptes mit Radachsen und betonte dabei
die Schaffung regulärer Möglichkeiten der Mainüberquerung für Radfahrer*innen
im gesamten Stadtbereich zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Brücke der
Deutschen Einheit.
In der mit breiter
Beteiligung geführten Diskussion wurden Vorschläge, Kritikpunkte, Zustimmung,
Gesichtspunkte der Anwohner*innen und auch im Vorfeld schriftlich an den
SPD-Ortsverein übermittelte Gesichtspunkte ausführlich besprochen, mit einer
Fortsetzung beim anschließenden gemütlichen Ausklang in der „Marina Hafenbar“.