Katarina Barley führt die SPD auf Platz 1 der Liste in die Europawahl.

Ihr Ziel: Europa gegen die Feinde von innen und außen verteidigen.

„Wir müssen alles dafür tun, was wir können, damit Rechtspopulisten und Nationalisten weder in Deutschland noch in Europa das Sagen bekommen“, sagt die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.

Die europäische Idee ist für die SPD die Antwort auf die großen Aufgaben der Gegenwart und Zukunft. Sie lassen sich nur gemeinsam lösen. Wenn es um den Frieden geht zum Beispiel, um Klimaschutz, um soziale Regeln in der Globalisierung. Oder auch um die gerechte Besteuerung großer Unternehmen.

Katarina Barley ist Europäerin durch und durch. Geboren wurde sie in Köln, die Mutter ist Deutsche, der Vater Brite, studiert hat sie in Paris. In den 1990er Jahren siedelte sie nach Trier über. In ihrer Heimat lebt man ein offenes Europa. Von ihrem Wohnort aus kann man mit dem Fahrrad an einem Tag vier Länder durchqueren. Es gibt über 200.000 Berufspendler. Es gibt grenzüberschreitende Projekte mit Luxemburg oder Frankreich wie gemeinsame Schulen, Sportanlagen, Klärwerke, Rettungsdienste. Diese Region ist so stark miteinander verbunden, dass man manchmal vergisst, wie oft sie schon Schlachtfeld war.

Angesichts des Erstarkens rechtsextremer, nationalistischer Bewegungen in Europa führt sie einen energischen Wahlkampf. Rechtspopulisten wollen zurück in den Nationalismus, in Kleinstaaterei und Abschottung. Das europäische Einigungsprojekt steht an einer „Weggabelung“ der Geschichte. Europa ist sehr zerbrechlich geworden.

Katarina Barley will Europa weiter entwickeln. Nach der Wirtschafts- und Währungsunion geht es jetzt um „ein Europa für alle“. Europa muss wieder mehr die Menschen in den Blick nehmen. „Wir brauchen ein soziales Europa.“ So fordert sie unter anderem einen europäischen Mindestlohn.